Mit dem Blick einer Malerin - Wenn etwas zurückklingt

Barbaras-Art

Mit dem Blick einer Malerin

Wenn etwas zurückklingt


Wenn ich male, bin ich zunächst allein mit meinem Bild.

Mit einer Idee.

Einem Gedanken.

 

Manchmal mit einer Stimmung, für die ich selbst noch gar keine Worte habe.

 

Irgendwann ist das Bild fertig.

Ich fotografiere es, zeige es, lasse es hinaus in die Welt.

 

Ähnlich ist es mit meinen Texten.

Seit einigen Wochen erscheint jeden Samstag mein Blog „Mit dem Blick einer Malerin“.

Was als kleine Idee begann – Menschen ein Stück mit in mein Atelier und in meine Gedankenwelt zu nehmen –, hat inzwischen etwas ausgelöst, worüber ich mich sehr freue.

 

Es kommt etwas zurück.

Nachrichten.

Gedanken.

Persönliche Geschichten.

 

 

Menschen erzählen mir, dass sie auf den nächsten Blog warten.

Dass sie sich in meinen kleinen Ateliermomenten wiederfinden.

Dass ein Gedanke sie begleitet hat.

 

Manchmal bekomme ich sogar selbst gemalte Bilder geschickt.

Oder jemand erzählt mir, dass plötzlich wieder die Lust da ist, selbst einen Pinsel in die Hand zu nehmen und die eigene kreative Seite neu zu entdecken.


Wenn Inspiration weiterwandert… Bilder von Brigitte Hurni

 

 

Das berührt mich.

 

Nicht, weil jemand meine Bilder schön findet oder meine Texte gerne liest.

Natürlich freue ich mich auch darüber.

 

Aber da geschieht noch etwas anderes.

Etwas, das sich schwer greifen lässt.

 

Resonanz.

 

Für mich ist Kunst tatsächlich eine eigene Sprache.

 

Eine, für die wir uns nicht kennen müssen.

Wir müssen nicht dasselbe erlebt haben.

Nicht dasselbe denken.

 

Und schon gar nicht dasselbe in einem Bild sehen.

Ein Bild, ein Wort oder ein Gedanke kann genügen.

Etwas, das in einem Menschen entstanden ist, bringt in einem anderen etwas zum Klingen.

 

Und plötzlich entsteht Verbindung.

 

Ich glaube, genau das ist etwas, das ich an Kunst auch so sehr liebe.

Sie schafft einen Raum ausserhalb des Alltäglichen.

Vielleicht manchmal sogar ausserhalb des alltäglichen Wahnsinns.

Einen kleinen Zwischenraum, in dem für einen Moment nichts erledigt, gelöst oder erreicht werden muss.

 

Wir dürfen einfach schauen.

Lesen.

Fühlen.

Uns erinnern.

Oder selbst etwas entstehen lassen.

 

Und manchmal begegnen wir uns dort.

Nicht unbedingt persönlich.

Sondern auf einer anderen Ebene.

 

Wenn mir jemand schreibt, dass ein Text gutgetan hat, ein Bild etwas ausgelöst oder sogar die Lust geweckt hat, selbst wieder kreativ zu werden, freue ich mich sehr.

 

Denn dann ist aus etwas, das bei mir begonnen hat, woanders etwas Eigenes entstanden.

Und vielleicht ist Resonanz genau das.

Ich gebe etwas von mir in die Welt.

Es begegnet einem anderen Menschen.

Dort darf es etwas Eigenes auslösen.

 

Und manchmal kommt ein kleiner Klang davon zu mir zurück.

Bis nächsten Samstag – mit dem Blick einer Malerin.


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